Unsere Vorfahren wussten es noch und lebten es täglich. Wir hingegen haben uns weit vom Glauben, vom Vertrauen, vom Gebet, von der Hoffnung und von der Spiritualität entfernt. Wir hetzen durch unseren Alltag, arbeiten, stressen uns und klagen. Lass uns innehalten, uns nach innen wenden, beten und hoffen. Lass uns erkennen, welch große Rolle wir selbst bei der Gestaltung unseres Lebens spielen – denn wie wir leben, hängt nicht von äußeren Umständen oder den Menschen um uns herum ab.
Im Jahr 1995 sorgte ein Artikel in einer medizinischen Fachzeitschrift für großes Aufsehen: Darin wurde das Beten den Patienten geradezu wie ein Rezept empfohlen. Wie soll man durch Gebet gesund werden? Medikamente und Behandlungen seien gefragt, kein Gebet – so lautete die empörte Reaktion der Skeptiker. Doch die heilende Kraft des Gebetes ist wissenschaftlich nachgewiesen und erwiesenermaßen sehr wirksam.
Beim Beten kommen wir zur Ruhe, richten unsere Aufmerksamkeit nach innen, Blutdruck und Puls sinken, wir werden ausgeglichener und bewusster. Ein innerer Friede ergreift uns, Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund. Besonders beeindruckende Ergebnisse lieferte eine Studie über das gemeinsame Gebet: In einem Krankenhaus in San Francisco wurden knapp 400 Herzpatienten in zwei Gruppen aufgeteilt. Für eine Gruppe beteten gläubige Menschen, für die andere nicht. Am Ende des Experiments zeigte die Gruppe, für die gebetet worden war, eine deutliche Verbesserung ihres Zustands.
Heute existieren in Amerika und Europa zahlreiche sogenannte Gebetsgruppen, die eng mit verschiedenen Gesundheitseinrichtungen zusammenarbeiten. Diese Menschen beten von ganzem Herzen für ihre erkrankten Mitmenschen – und erzielen dabei oft erstaunliche Ergebnisse.
Das Gebet:
Jesus, Du hast unsere Krankheiten getragen und unsere Schmerzen auf Dich genommen. Du hast ihre Strafe auf Dich genommen – deshalb sind wir gerettet. Durch Deine Wunden werden wir geheilt.
In vollem Vertrauen bitten wir Dich: Wasche uns rein mit Deinem kostbaren Blut und befreie uns von unseren Fehlern, unseren Sünden und unseren Vergehen.
Unter dem Taufwasser, das beständig aus Deinem geöffneten Herzen in unser Leben strömt, bitten wir Dich: Erneuere und stärke unseren Glauben an Dich.
In vollem Vertrauen knien wir vor Dir nieder und bitten Dich: Heile die gebrochenen Herzen und lege Deine Hand auf die schmerzenden Wunden. Befreie uns von jeder sündhaften Anhaftung, vom Alkoholismus, von sexuellen Fesselungen und aus jeder dämonischen Knechtschaft. Befreie uns davon, das Leben als sinnlos zu empfinden. Befreie uns von dem Zwang, andere zu kritisieren und Schlechtes über sie zu sagen. Befreie uns von Machtgier und Hochmut, von Eifersucht und Misstrauen.
Vergib denen, die mich in die Irre geführt haben, durch deren Einfluss ich körperlich und seelisch Schaden erlitten habe, die mich schädliche Leidenschaften gelehrt und falsche Ziele gezeigt haben. Befreie mich von ihrem Einfluss.
Lege Deine Hand auf meine schmerzenden Wunden, damit sie geheilt werden. Bei Dir ist alles möglich. Du bist mein Retter. Durch Dich finde ich das Leben wieder und erkenne seinen Reichtum. Vergib allen – so wie auch ich denen vergeben will, die mich verletzt haben.
Vergib meinen Eltern und Geschwistern, meinen Freunden, meinem Ehepartner, meinen Vorgesetzten und Kollegen. Sie wussten nicht, was sie taten. Vergib ihnen und schenke ihnen Frieden.
Heile, Herr Jesus Christus, meinen kranken Körper. Durch die Dornenkrone, die Du für uns getragen hast, und durch Deine Leiden heile alle Krankheiten des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven. Lege Deine Hand auf mich und heile mit Deinem göttlichen Licht und Deiner heilenden Kraft jeden Tumor, der in mir wächst. Lass meine Zellen wieder gesund werden, so wie Gott es von Anfang an vorgesehen hat.
Berühre meine Augen, damit sie gutes Sehvermögen empfangen und bewahren. Lege Deinen Finger in meine Ohren und öffne sie, damit ich höre – und vor allem, damit ich Dich höre. Berühre meine Zunge und löse sie, damit mein Mund Dich preisen kann. Für die Wunden Deiner Hände und Füße, die Du für mich getragen hast, heile meine Gliedmaßen und alle Krankheiten der Gelenke, der Muskeln, der Sehnen, der Knochen und der Bänder.
Sprich nur ein Wort, und meine gelähmten Glieder werden geheilt und tragen mich mit neuer Kraft.
Strecke Deine Hand aus und berühre die kranken Stellen meiner Haut. Mache mich rein!
O Jesus, Du hast es zugelassen, dass Deine Seite für uns mit einer Lanze geöffnet wurde. Für diese Wunde bitte ich Dich: Stärke mein Herz, reinige mein Blut und heile die kranken Gefäße.
Lass das Wasser, das aus Deiner Seite geflossen ist, mich erneuern und mir zum Segen werden. Heile die Nieren, die Blase, die Geschlechtsorgane, die Drüsen und den Hormonhaushalt.
Heile die Krankheiten des Magens und des Darms, der Leber und der Gallenblase.
Dir, Herr, reichte man Galle als Trank. Nimm daher meine Bitterkeit von mir und schenke mir das volle Vertrauen in Dich.
O Jesus, Du hast für uns Essig getrunken – nimm meine Schwäche hinweg und erfülle mich mit neuer Kraft. Stärke mein Immunsystem und meine Widerstandskraft. Schütze mich vor jeder Infektion.
O Jesus, in Deinem Tod und Deiner Auferstehung bitte ich Dich: Schenke mir das neue Leben in Dir. Heile meine Atemwege und meine Lunge und erfülle sie mit dem Atem des Heiligen Geistes, damit ich Dich unaufhörlich preisen kann.
Deinen Jüngern hast Du diese Botschaft für Johannes den Täufer mitgegeben: Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein, die Toten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium verkündet.
Daher bitte ich Dich: Mache auch mich zu einem Zeichen, damit die Welt glaubt, Dich findet und Gott preisen kann.
*(Dieses Heilungsgebet mit seiner nahezu wundersamen Wirkung stammt aus Österreich.)*
Amen.
