Es ist wissenschaftlich belegt, dass wir Menschen im modernen Alltag durchschnittlich rund vier Stunden pro Tag mit selbstzerstörerischen und lebensenergieschwächenden Gedanken verbringen. Dazu zählen unter anderem Nervosität, Klagen, Schuldzuweisungen, Selbstmitleid, Selbstkritik, Aufschieberitis und zahlreiche weitere Gewohnheiten.
Leider beschäftigt sich die Fachliteratur meist damit, endlose Listen schlechter Gewohnheiten und selbstzerstörerischer Denkmuster zusammenzustellen, anstatt sich auf positive, lebensfördernde und lebensbejahende Praktiken zu konzentrieren.

Dabei könnten gerade diese sehr einfachen, alltäglichen mentalen Übungen helfen, unsere Lebenskraft zu bewahren, aufrechtzuerhalten und neu zu erschaffen:
Mindestens einmal pro Woche sollten wir uns richtig ausschlafen! Schlafen wir so lange, wie unser Körper es verlangt, ohne uns von einem Wecker aus dem Schlaf reißen zu lassen. Überlassen wir es unserem inneren Empfinden, uns zu signalisieren, wann wir vollständig regeneriert sind. Erlauben wir uns diesen Schlaf – mutig und ohne schlechtes Gewissen.

Unser erster Gedanke am Morgen sollte immer etwas Positives und Lebensbejahendes sein. Danken wir bewusst dafür und freuen uns, dass wir gesund aufgewacht sind. Werden wir uns des täglichen Wunders dieser Welt bewusst.

Richten wir auch tagsüber unsere Gedanken gezielt auf das Gute. Schenken wir dem unsere Aufmerksamkeit, was schön und wohltuend ist. Sagen wir es uns selbst auch laut: „Das hat gutgetan! Darüber freue ich mich! Das gefällt mir sehr! Danke, dass du mir hilfst!“ Scheuen wir uns nicht, diese angenehmen Gefühle auch vor anderen auszusprechen.

Beschäftigen wir uns dauerhaft nur mit Dingen, auf die wir direkten Einfluss haben. Es ist völlig unnötig, sich über steigende Benzinpreise oder seltener fahrende Busse und Bahnen zu ärgern und darüber ausgiebig zu diskutieren. Lenken wir unsere Energie auf die Aufgaben, die hier und jetzt vor uns liegen.

Beginnt jemand in unserer Gegenwart zu klagen, dürfen wir das Gespräch ruhig unterbrechen, auch wenn das zunächst unangenehm wirken mag. Lenken wir das Gespräch auf das, was möglich, hilfreich oder lösungsorientiert ist. Wenn wir keinen Rat wissen, bleiben wir still, leeren unseren Kopf und lassen belastende Gedanken los.

Achten wir bewusst darauf, mit welchen Informationen wir uns nähren. Seien wir uns darüber im Klaren, dass sensationsgierige Tageszeitungen und Nachrichtensendungen hauptsächlich von Katastrophen und schlechten Nachrichten berichten und damit ein verzerrtes Bild der Welt zeichnen. Suchen wir gezielt nach guten Nachrichten und sprechen wir mit unserer Umgebung lieber über Positives.

Lesen wir Werke, die unsere Seele berühren. Das können schöne Literatur, weise Gedanken, Gedichte oder Texte sein, die uns inspirieren und zum Nachdenken oder Handeln anregen.

Hören wir jeden Tag Musik, die uns in gute Stimmung versetzt. Tanzen wir, wenn uns danach ist! Dabei zählt nicht das tänzerische Können, sondern allein das Gefühl.

Gönnen wir uns täglich einen Spaziergang, bei dem wir still und ohne festes Ziel umherschlendern. Beobachten wir dabei einfach unsere Umgebung und lassen unsere Gedanken frei schweifen. Je mehr uns dabei in den Sinn kommt, desto besser. Hängen wir diesen Gedanken nicht nach und versuchen wir auch nicht, sie zu notieren.

Sehen wir uns bewusst unsere Umwelt an. Entdecken wir, wie schön die Welt ist. Konzentrieren wir uns nicht nur auf Menschen oder darauf, was sie tun. Beobachten wir die Wolken, die Bäume, die Vögel und Tiere. Bleiben wir ruhig stehen und staunen wir über all das, was uns neu und wundervoll erscheint.

Vermeiden wir Eile. Brechen wir rechtzeitig auf, planen wir Pufferzeiten ein, damit wir auch mal „zu spät“ kommen können, ohne in Stress zu geraten.

Machen wir den Austausch mit anderen Menschen zum alltäglichen Bestandteil unseres Lebens! Achten wir darauf, dass wir mehrmals im Monat Zeit haben, mit unseren Freunden über gehaltvolle Themen zu sprechen!

Reden wir nicht nur oberflächlich und belanglos! Trauen wir uns, mit unseren Freunden über die wesentlichen Fragen unseres Lebens zu sprechen! Wenn wir niemanden haben, mit dem wir die wichtigen Dinge unseres Lebens teilen können, verarmen wir seelisch!

Belügen wir uns nicht selbst mit dem Mythos des einsamen Menschen! Der Mensch ist ein soziales Wesen. Suchen wir uns eine Gemeinschaft, die eine ähnliche Mentalität und ähnliche Interessen hat wie wir! Wenn wir denken: Alle sind verrückt! oder Ich kenne keinen einzigen normalen Menschen!, halten wir Selbstprüfung: Was hindert mich daran, andere zu lieben und zu akzeptieren? Der einsame Mensch verkümmert langfristig in seiner Einsamkeit! Konzentrieren wir uns auf das, was an anderen liebenswert und gut ist – und wir werden sehen, dass sie sich bald ebenso uns gegenüber verhalten!

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