Die Geschichte von Buddha und dem jungen Mann, eine kurze Erzählung über Karma

Eines Tages, während Buddha meditierte, kam ein junger Mann zu ihm, der ganz aufgewühlt schien.

Buddha bemerkte seine Niedergeschlagenheit und fragte ihn nach dem Grund.

Der junge Mann erzählte, dass sein Vater vor einigen Monaten gestorben sei und er den Verlust nur schwer verkraften könne.

Er wünschte sich, die besten jenseitigen Zeremonien für seinen Vater durchführen zu lassen, damit seine Seele den Weg in den Himmel fände. Unabhängig davon, ob sein Vater im Leben Gutes oder Schlechtes getan hatte.

Mit dieser Bitte wandte er sich an Buddha: “Bitte führe die Zeremonien für meinen Vater durch, damit seine Seele in den Himmel gelangt und im Unendlichen Frieden findet.”

Buddha antwortete darauf: “Gut, bring mir zwei Tongefäße, einige Kieselsteine und Butter, um die Gefäße zu füllen.”

Der junge Mann dachte, dies wären die benötigten Rituale und ging zum Markt, um die Dinge zu besorgen.

Buddha sagte ihm dann: “Fülle ein Gefäß mit Kieseln, das andere mit Butter und verschließe beide. Dann wirf sie in den nahegelegenen Teich.”

Der junge Mann folgte der Anweisung und beide Gefäße sanken auf den Grund des Wassers.

Dann sagte Buddha: “Jetzt zerschlage sie mit einem Stock!”

Der junge Mann schlug kräftig zu und zerbrach die Gefäße. Aus einem begann die Butter im Wasser zu schwimmen, während die Kiesel des anderen auf dem Grund blieben.

Buddha wartete einen Moment und fuhr fort: “Nun, ich habe alles getan, was ich tun konnte. Bitte nun alle Priester zu beten, dass die Butter sinkt und die Kieselsteine an die Oberfläche steigen.”

Der junge Mann war verblüfft und fragte: “Wie sollte das möglich sein?

Kiesel sind schwerer als Wasser, sie bleiben unten. Butter ist leichter und schwimmt oben. Das Gegenteil zu bewirken, widerspräche den Gesetzen der Natur.”

Buddha erwiderte: “Junger Mann, du verstehst die Naturgesetze gut, aber vergiss nicht, dass sie für alle gelten.

Wenn dein Vater in seinem Leben unrechtmäßige Taten begangen hat, die schwer wie Kiesel sind, wird er sicher sinken, und niemand kann ihn emporheben.

Hat er jedoch rechtmäßige Taten vollbracht, die leicht wie Butter sind, dann steigt er auf, und niemand kann ihn hinabziehen.”

Die Gesetze der Natur zeigen uns klar, dass wir, egal was wir im Leben tun, ob gut oder schlecht, es zurückbekommen werden. Das ist das Gesetz des Karmas.

Keine äußere Macht kann daran etwas ändern. Solange wir leben, sollten wir täglich Gutes tun.

Was du säst, das wirst du ernten.

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