Die wichtigste buddhistische Lehre – suche nicht nach Liebe, sondern lass sie in dein Leben – so funktioniert es

Jede Handlung, die wir unternehmen, um Liebe zu finden, erschöpft uns. Die Liebe außerhalb von uns selbst zu suchen erfordert enorme Kraft – und macht uns leer, unsicher und auf eine fast schon komische Weise verloren. Es passiert selten, wenn überhaupt, dass die äußere Welt unsere inneren Ängste wirklich stillt. Wenn wir genau das von ihr erwarten, bleibt am Ende nicht das ersehnte Gefühl der Ganzheit – sondern nur die Enttäuschung.

Kennst du dieses süße Bild von Liebe, das uns Lieder, Filme und die Gesellschaft vermitteln? Nun, das ist nicht die wahre Liebe. Wenn wir in dem Glauben leben, dass ein anderer Mensch oder eine bestimmte Erfahrung uns endlich das Gefühl geben wird, vollständig zu sein, bewegen wir uns geradewegs in die Falle. Denn genau das tun wir so oft in unserem Leben – wir erwarten, dass etwas außerhalb von uns uns vervollständigt.

Wenn wir glauben, dass unser Wert von außen kommt, werden wir immer das Gefühl haben, noch mehr Liebe zu brauchen. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern schlicht eine ehrliche – so sehr wir uns auch wünschen mögen, dass es anders wäre: Niemand kann uns vervollständigen, solange wir nicht in der Lage sind, uns selbst zu vervollständigen. Das Ironische daran ist, dass das, was wir verzweifelt jagen, mit jedem Schritt weiter von uns wegzurücken scheint. Wir können nicht alles kontrollieren. Und warum sollten wir überhaupt versuchen, etwas wie die Liebe zu kontrollieren?

Der Buddhismus lehrt uns, dass sich alles verändert. Wir haben keine Macht über diesen Wandel. Diese Lehre legt den Grundstein für die Akzeptanz einer noch tieferen Wahrheit: der Vergänglichkeit. Wenn wir die Vergänglichkeit wirklich annehmen können, werden wir nicht länger überrascht sein, dass die äußere Welt so unbeständig ist, wie sie eben ist. Und genau in dieser Annahme entdecken wir unter der Oberfläche etwas Festes, etwas Echtes.

Die Buddhisten sagen: Das Einzige, worauf wir wirklich zählen können, sind wir selbst. Der Buddhismus lehrt uns nicht, Erlebnisse oder Menschen zu jagen – er lehrt uns, präsent zu sein. Und das gelingt uns, indem wir uns vollständig dem gegenwärtigen Moment hingeben.

Anstatt zu glauben, dass uns etwas anderes vervollständigt, können wir uns bewusst dafür entscheiden, unsere eigene Ganzheit mit Mitgefühl zu entdecken – hier und jetzt. Wir richten unsere Aufmerksamkeit nach innen und beginnen, wirklich hinzuschauen.

Das Ende des Leidens liegt in uns selbst. Freiheit finden wir nicht, indem wir uns dem Herzen eines anderen zuwenden, sondern indem wir uns unserem eigenen Herzen zuwenden. Wollen wir nicht alle, uns genau jetzt gut zu fühlen? Die Jagd nach Liebe wird sich irgendwann weit entfernt anfühlen – weil wir erkennen, dass wir die Liebe längst empfangen haben. Und wir werden aufhören zu glauben, dass uns etwas fehlt.

Stell dir vor, wie es wäre, das ganze Leben so zu leben! Wie vollständig würden wir uns fühlen? Anstatt darauf konditioniert zu sein, uns selbst nicht zu lieben, würden wir uns mit Offenheit und Akzeptanz begegnen – frei von jedem Urteil.

Selbstakzeptanz lässt die Liebe ankommen. Das geschieht nicht von heute auf morgen. Es braucht Zeit, um zu lernen, sich selbst zu lieben. Die Buddhisten nutzen dafür die Meditation. Sie werden still und richten ihre Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. Wenn wir wirklich bei dem sind, was gerade in uns vorgeht, beginnen wir, in Frieden mit uns selbst zu sein. Wir sehen uns als das liebenswerte Wesen, das wir sind – denn genau das tun wir in diesem Moment: Wir lieben uns selbst.

Wenn wir uns auf den Weg der Selbstliebe begeben, werden andere Menschen ganz natürlich zu uns hingezogen. Wenn wir uns bereits als ganz empfinden, nehmen wir anderen damit eine Last ab. Deshalb wollen sie in unserer Nähe sein. Und das Merkwürdige daran ist: Es wird uns dann gar nicht mehr so wichtig sein. Wir brauchen keine Bestätigung von außen mehr.

Deshalb bitte ich dich: Wage diesen Schritt – lass die ewige Suche nach Liebe los! Finde die Liebe in deinem eigenen Herzen. Lass uns einander achtsam halten und füreinander staunen. Lass uns einander einfach wahrnehmen, ohne zu urteilen. Wir sind vollständig. Es muss nichts anders sein. Die Dinge sind gut so, wie sie sind.

Jetzt können wir beginnen, die Liebe wirklich zu kennen – denn diese Liebe kommt aus unserem eigenen Herzen.

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