Wenn wir unsere Hände in einer bestimmten Position halten, lenken wir den Energiefluss durch den Körper in eine andere Richtung.
Je nach den beteiligten Fingern und ihrer Platzierung werden verschiedene Elemente sowie die damit verbundenen Eigenschaften ins Gleichgewicht gebracht, stimuliert oder gehemmt.
Was ist die Surya Mudra?
Um die Bedeutung der Surya Mudra wirklich zu verstehen, lohnt es sich, den Begriff in seine zwei Bestandteile aufzuteilen: Surya, was „Sonne” bedeutet, und Mudra, was „Geste” bedeutet.
Eine weitere geläufige Bezeichnung für diese Handhaltung ist Agni Mudra. Das Sanskrit-Wort Agni steht für „Feuer”. Allein der Name lässt bereits erahnen, dass diese Mudra eng mit der Stimulierung unserer feurigen Energien verbunden ist.
Durch die aktive Einbeziehung des Daumens unterstützt diese Mudra unser inneres Feuer dabei, vollständig aufzublühen. Gleichzeitig erfordert sie die Einbeziehung des Ringfingers – jenem Finger, der dem Erdelement zugeordnet ist.
Während der Daumen dabei eine aktivere Rolle übernimmt, wird der Ringfinger sanft nach unten gedrückt. Auf diese Weise mildern wir bewusst unsere Erdenenergien.
So wird die Surya Mudra ausgeführt:
– Halte deine Hände vor dir, mit den Handflächen nach oben.
– Beuge den Ringfinger und führe den Daumen sanft zu ihm hin, sodass sie sich berühren. Drücke dabei leicht und natürlich durch den Daumen – ganz ohne Kraftaufwand.
– Überprüfe an beiden Händen die Haltung der übrigen drei Finger. Sie sollten entspannt und gerade ausgestreckt bleiben.
– Halte die Mudra mit einer Mischung aus Kraft und Leichtigkeit – löse dabei jede Anspannung in deinen Händen bewusst auf.
– Durch diese Handhaltung nimmt die Energie des Feuerelements im Körper zu, während die Energie des Erdelements abnimmt.
Die wohltuenden Wirkungen der Surya Mudra:
Gesteigerte Energie – Wenn der Daumen (Feuer) auf den Ringfinger (Erde) drückt, wird unsere Erdenergie sanft gedämpft. Zu den Eigenschaften des Erdelements zählen Geduld, Treue und Stabilität. Gerät dieses Element jedoch aus dem Gleichgewicht, kann es zu Lethargie, Erschöpfung und Antriebslosigkeit führen. Indem wir diese Energie bewusst dämpfen – sofern sie tatsächlich überwiegt – und gleichzeitig das Feuerelement aktivieren, kann ein spürbarer Anstieg an Vitalität und Dynamik erlebt werden.
Verringerung mentaler und emotionaler Schwere – Ein weiterer Ausdruck übermäßiger Erdenergie ist die Neigung zu belastenden Gedanken und Gefühlen. Symbolisch steht Surya – die Sonne – für das Licht. Und Licht ist seit jeher das natürliche Gegenmittel zur Dunkelheit, die sinnbildlich für Depressionen stehen kann. Genau deshalb wird der Surya Mudra die Fähigkeit zugeschrieben, seelische Schwere zu lindern.
Gewichtsregulierung – Das Feuerelement steht in direktem Zusammenhang mit dem Stoffwechsel. Eine Stärkung des inneren Feuers kann daher den Stoffwechsel ankurbeln. Darüber hinaus soll diese Mudra sowohl das Hungergefühl als auch die Schlafgewohnheiten positiv beeinflussen – beides Faktoren, die eine wesentliche Rolle bei der Gewichtsregulierung spielen.
Verbesserte Verdauung – Unser inneres Feuer spiegelt sich unmittelbar in unserer Verdauungskraft wider. Je stärker das Feuer, desto kraftvoller und effizienter arbeitet die Verdauung.
